Samstag früh um 8 Uhr in einer Halle in Grünwald sein müssen – das geht schon schwer an. Die erste angenehme Überraschung aber war die Größe und Helligkeit der Halle, so dass wir vom Sonnentag auch so ein bisschen was hatten, und die schöne Tribüne oben. Was dann noch ungewohnt war, auch für uns Trainer, das war der Einsatz eines sogenannten Futsalballes. Eigentlich gibt es dafür ganz neue Hallenfußballregeln vom Fußballverband, bei denen es vor allem um mehr Schnelligkeit geht. Wir spielten nach den alten Regeln, aber mit diesem nun schwereren und kleineren Ball, der nicht so weg springt, sondern mit dem die Jungs gleich von Anfang an gut zusammenspielten, fast so als wären sie außen am Platz.
So starteten sie gleich mit einem 2:0 gegen den TSV Solln, die schon mal keinen schlechten Eindruck machten. Das Ergebnis war insofern beachtenswert, als etliche andere Spiele nur unentschieden oder 1:0 endeten. Mit diesem Ball schienen weniger Tore zu fallen. Gegen den TSV Waldtrudering folgte nun aber schon ein klareres 4:0. wohingegen gegen den TSV Grünwald 1 ein knappes 1:0 durchgezittert werden musste. Völlig befreit, da die Halbfinalteilnahme nun schon feststand, jagten die Burschen den Putzbrunner SV mit 7:1 vom Platz. Christian und ich schüttelten nur noch verwundert den Kopf. Die Jungs zeigten Biß, ließen den Gegnern keine Chance, ihr Spiel aufzubauen, sondern übernahmen den Ball gleich in deren Hälfte. Alle waren wieder sehr quirlig aufgelegt, insbesondere die Sturmspitzen Finn und Daniele.
Trotz mehr Nervosität gelang im Halbfinale gegen den TSV Grünwald 2 ein souveränes 6:0. Im Finale nun stand uns wieder Solln gegenüber. Aber entweder waren die nun eingeschüchtert von unseren Spielen, oder unsere Spieler waren so aufgedreht, dass niemand sie bremsen konnte, wie auch immer: das Endspiel endete 6:2.
Neben aller Begeisterung über die gute Einstellung, die Disziplin der Jungs und nun plötzlich schon das zweite gewonnene Hallenturnier war aber der Futsalball die Entdeckung des Tages. Kein Rumbolzen mehr in der Halle, unter dem Motto, irgendwo wird der Ball schon landen, wo jemand steht, sondern ein schönes Kombinationsspiel war das Ergebnis dieser Neuerung. Bleibt zu hoffen, dass sich dieser Ball in der Halle nun durchsetzen wird.
Andreas Meißner, E1-2